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Geschichten, und nur Geschichten ...

Panta rhei

17:58:24 24.08.2015 gepostet von Administrator um 17:58:24 24.08.2015  |   0 Kommentare 
Tags J. W. v. Goethe
Panta rhei Dauer im Wechsel Gleich mit jedem Regengusse Ändert sich dein holdes Ach, und in dem selben Flusse Schwimmst du nicht zum zweitenmal. ---------------- Eins und Alles Es soll sich regen, schaffend handeln Erst sich gestalten, dann verwandeln Nur scheinbar stehts Momente still Das Ewige regt sich fort in allen Denn alles muß in Nichts zerfallen Wenn es im Sein beharren will. Johann Wolfgang von Goethe (nach Heraklit) Der Sache nach stellt die Wendung eine zwar nicht unzutreffende, gleichwohl verkürzende Interpretation der Äußerungen Heraklits dar. Sie wird durch die sogenannten "Fluss-Fragmente" gestützt, in denen Heraklit das Sein mit einem Fluss vergleicht: „Wer in denselben Fluss …
Kategorien: Von Rilke bis Wilhelm Busch... Gedichte
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Der Freund

04:22:25 07.07.2015 gepostet von Administrator um 04:22:25 07.07.2015  |   0 Kommentare 
Tags Eichendorff
Der Freund Der auf den Wogen schliefe, ein sanft gewiegtes Kind, kennt nicht des Lebens Tiefe, vor süßen Träumen blind. Doch wen die Stürme fassen zu wildem Tanz und Fest, wen hoch auf dunklen Straßen die falsche Welt verläßt: Der lernt sich wacker rühren, durch Nacht und Klippen hin lernt er das Steuer führen mit sichrem ernsten Sinn. Der ist vom echten Kerne, erprobt zu Luft und Pein, der glaubt an Gott und Sterne, der soll mein Schiffmann sein! Joseph von Eichendorff
Kategorien: Von Rilke bis Wilhelm Busch... Gedichte
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Baum im Herbst

04:00:09 07.07.2015 gepostet von Administrator um 04:00:09 07.07.2015  |   0 Kommentare 
Tags Hesse
Baum im Herbst   Noch ringt verzweifelt mit den kalten Oktobernächten um sein grünes Kleid mein Baum. Er liebt's, ihm ist es leid, Er trug es fröhliche Monde lang, Er möchte es gern behalten. Und wieder eine Nacht, und wieder Ein rauher Tag. Der Baum wird matt Und kämpft nicht mehr und gibt die Glieder Gelöst dem fremden Willen hin, Bis der ihn ganz bezwungen hat. Nun aber lacht er golden rot Und ruht im Blauen tief beglückt. Da er sich müd dem Sterben bot, Hat ihn der Herbst, der milde Herbst Zu neuer Herrlichkeit geschmückt. Hermann Hesse
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Weil ich Dich liebe

03:58:36 07.07.2015 gepostet von Administrator um 03:58:36 07.07.2015  |   0 Kommentare 
Tags Hesse
Weil ich dich liebe   Weil ich dich liebe, bin ich des Nachts So wild und flüsternd zu dir gekommen, Und dass du mich nimmer vergessen kannst, Hab ich deine Seele mitgenommen.   Sie ist nun bei mir und gehört mir ganz Im Guten und auch im Bösen; Von meiner wilden, brennenden Liebe Kann dich kein Engel erlösen. Hermann Hesse
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Bücher

03:54:26 07.07.2015 gepostet von Administrator um 03:54:26 07.07.2015  |   0 Kommentare 
Tags Hesse
Bücher Alle Bücher dieser Welt Bringen dir kein Glück, Doch sie weisen dich geheim In dich selbst zurück. Dort ist alles, was du brauchst, Sonne Stern und Mond, Denn das Licht, wonach du frugst, In dir selber wohnt. Weisheit, die du lang gesucht In den Bücherein, Leuchtet jetzt aus jedem Blatt - Denn nun ist sie dein. Hermann Hesse

Wiedersehen

03:52:54 07.07.2015 gepostet von Administrator um 03:52:54 07.07.2015  |   0 Kommentare 
Tags Hesse
Wiedersehen Hast du das ganz vergessen, Daß einst dein Arm in meinem hing Und Wonne unermessen Von deiner Hand in meine Hand Von meinem Mund in deinen überging, Und daß dein blondes Haar Einst einen flüchtigen Frühling lang Der selige Mantel meiner Liebe war, Und daß die Welt einst duftete und klang, Die jetzt so grau verdrossen liegt, Von keinem Liebessturm, von keiner Torheit mehr gewiegt? Was wir einander wehe tun, Die Zeit verweht's, das Herz vergißt; Die seligen Stunden aber ruhn In einem Glanz, der ohne Ende ist. Hermann Hesse
Kategorien: Von Rilke bis Wilhelm Busch... Gedichte
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Ich bin ein Stern

03:51:06 07.07.2015 gepostet von Administrator um 03:51:06 07.07.2015  |   0 Kommentare 
Tags Hesse
Ich bin ein Stern Ich bin ein Stern am Firmament, Der die Welt betrachtet, die Welt verachtet, Und in der eignen Glut verbrennt. Ich bin das Meer, das nächtens stürmt, Das klagende Meer, das opferschwer Zu alten Sünden neue türmt. Ich bin von Eurer Welt verbannt Vom Stolz erzogen, vom Stolz belogen, Ich bin ein König ohne Land. Ich bin die stumme Leidenschaft, Im Haus ohne Herd, im Krieg ohne Schwert, Und krank an meiner eignen Kraft. Hermann Hesse
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Im Nebel

03:45:52 07.07.2015 gepostet von Administrator um 03:45:52 07.07.2015  |   0 Kommentare 
Tags Hesse
Im Nebel Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, Kein Baum sieht den anderen, Jeder ist allein. Voll von Freuden war mir die Welt, Als noch mein Leben Licht war, Nun, da der Nebel fällt, Ist keiner mehr sichtbar. Wahrlich, keiner ist weise, Der nicht das Dunkle kennt, Das unentrinnbar und leise. Von allen ihn trennt. Seltsam, im Nebel zu wandern! Leben ist einsam sein. Kein Mensch kennt den anderen, Jeder ist allein Hermann Hesse
Kategorien: Von Rilke bis Wilhelm Busch... Gedichte
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Glück

03:42:41 07.07.2015 gepostet von Administrator um 03:42:41 07.07.2015  |   0 Kommentare 
Tags Hesse
Glück Solang du nach dem Glücke jagst, Bist du nicht reif zum Glücklichsein, Und wäre alles Liebste dein. Solang du um Verlornes klagst Und Ziele hast und rastlos bist, Weißt du noch nicht, was Friede ist. Erst wenn du jedem Wunsch entsagst, Nicht Ziel mehr noch Begehren kennst, Das Glück nicht mehr mit Namen nennst, Dann reicht dir des Geschehens Flut Nicht mehr ans Herz, und deine Seele ruht. Hermann Hesse
Kategorien: Von Rilke bis Wilhelm Busch... Gedichte
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Trost im Gedicht

13:46:42 15.06.2015 gepostet von Administrator um 13:46:42 15.06.2015  |   0 Kommentare 
Tags Robert Gernhardt
Trost im Gedicht Denk dir ein Trüffelschwein - denk's wieder weg: Wird es auch noch so klein, wird's nie verschwunden sein, bleibt doch als Fleck. Was je ein Mensch gedacht, lässt eine Spur! Wirkt als verborgne Macht, und erst die letzte Nacht löscht die Kontur Hat auch der Schein sein Sein und seinen Sinn musst ihm nur Sein verleihn; denk dir kein Trüffelschwein, denk's wieder hin. Robert Gernhardt

Lass doch das ewige Fragen

11:33:30 15.06.2015 gepostet von Administrator um 11:33:30 15.06.2015  |   0 Kommentare 
Tags Busch
Lass doch das ewige Fragen Lass doch das ewige Fragen, Verehrter alter Freund. Ich will von selbst schon sagen, Was mir vonnöten scheint. Du sagst vielleicht dagegen: Man fragt doch wohl einmal. Gewiss! Nur allerwegen Ist mir‘s nicht ganz egal. Bei deinem Fragestellen Hat eines mich frappiert: Du fragst so gern nach Fällen, Wobei ich mich blamiert. Wilhelm Busch
Kategorien: Von Rilke bis Wilhelm Busch... Gedichte
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Dresden - Juni 2015

15:06:13 14.06.2015 gepostet von Administrator um 15:06:13 14.06.2015  |   0 Kommentare 
Tags chipmunk
Dresden ist eine Reise wert… Anfang Juni diesen Sommers unternehmen wir eine lange schon geplante Reise nach Dresden. Diese deutsche Stadt steht für Geschichte, Kultur, Musik, Oper und Schauspiel, und fasziniert mich schon lange. Etwas oberflächlich vorbereitet zwar, aber immerhin mit einem intensiven Reiseprogramm versehen, machen wir uns auf den Weg. Wir, das sind meine Frau Manuela und ich.  Da man überall in Dresden auf die Spuren des Krieges stösst, habe ich zusätzliche Informationen zu den Ereignissen vom 13. Februar 1945 in den Text eingeflochten. Diese sind etwas kleiner in kursiv dargestellt. Der geneigte Leser kann diese Texte auslassen oder sich auch damit auseinandersetzen. Die Landeshauptstadt Dresden erstreckt sich auf einer Fläch…
Kategorien: Reisen & Erlebnisse - Geschichten
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Dummer Junge - Glück gehabt

01:09:35 06.06.2015 gepostet von Administrator um 01:09:35 06.06.2015  |   0 Kommentare 
Tags chipmunk
Dummer Junge – Glück gehabt! Vorwort In frühen Jahren schon war ich von allem fasziniert, was brannte, knallte, und was unter besonderen Licht- und Geruchserscheinungen umgewandelt und zur Reaktion gebracht werden konnte. Mit anderen Worten, ich interessierte mich für die Wissenschaft der Chemie. Als Schüler der Bezirksschule waren weniger die theoretischen Zusammenhänge  der Chemie interessant, als vielmehr die praktischen Aspekte der Experimente. Als Unser Chemielehrer einen Assistenten für die Vorbereitungen seiner Chemielektionen und für die Betreuung der Sammlung suchte, meldete ich mich umgehend. Ich nahm sofort die Vorteile einer solchen Stellung wahr. Zur den Pflichten dieses Jobs gehörte auch die Beschaffung und Ergä…
Kategorien: Freude und Frust - Geschichten
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Die Fliegenbitte

18:51:22 02.06.2015 gepostet von Administrator um 18:51:22 02.06.2015  |   0 Kommentare 
Tags von Fallersleben
Fliegenbitte Gönnt doch dem kleinen Wintergast Im warmen Zimmer Ruh und Rast. Da draußen ist gar schlimme Zeit, Es stürmt und regnet, friert und schneit. Ach, mein Begehren ist nur klein, Ich nehme wenig Raum nur Im Blumenbusch am Fenster hier, Da such' ich mir ein Nachtquartier. Und wird es mir darin zu kalt, So ist mein liebster Aufenthalt Beim alten Fritzen auf dem Da sitz' ich sicher, warm und Und kommt der heil'ge Christ heran, Dann freu' ich mich wie Jedermann, Weihnachten soll's für mich auch sein, Ein Kuchenkrümchen wird schon mein. Drum laß die arme Flieg' in Sie hat ein Recht zu sein wie Nun, liebes Kind, nun freue Und sei noch lustiger als August Heinrich Hoffmann von Fallerslebe…

Der Bumerang

18:40:23 02.06.2015 gepostet von Administrator um 18:40:23 02.06.2015  |   0 Kommentare 
Tags Ringelnatz, von Fallersleben
Bumerang War einmal ein Bumerang; War ein Weniges zu lang. Bumerang flog ein Stück, Aber kam nicht mehr zurück. Publikum – noch stundenlang – Wartete auf Bumerang. Joachim Ringelnatz (1883 - 1934)

vom Fliegen ...

18:25:27 02.06.2015 gepostet von Administrator um 18:25:27 02.06.2015  |   0 Kommentare 
Tags Nietzsche, Schelling, Wilbur Wright, Fontane
Aphorismen - durchs Leben fliegen Derjenige der Fliegen lernen will, muss erst mal lernen auf beiden Beinen zu stehen. Man kann nicht mit dem Fliegen anfangen. Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller ~~~~~ Die Kraft des Adlers im Flug bewährt sich nicht dadurch, dass er keinen Zug nach der Tiefe empfindet, sondern dadurch, dass er ihn überwindet, ja ihn selbst zum Mittel seiner Erhebung macht. Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling (1775 - 1854), deutscher Philosoph ~~~~~~ Das einzig Gefährliche am Fliegen ist die Erde.   Wilbur Wright (1867 - 1912), US-amerikanischer Flugpionier ~~~~~~ Ikarus Immer wieder dieselbe Geschichte: Siege, Triumphe, Gottesgerichte. …

Menschen leben

09:24:56 29.05.2015 gepostet von Administrator um 09:24:56 29.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags chipmunk
Menschenleben   Ich sah viele Gesichter – Gesichter wie Stein die Kälte war erschreckend. Ich sah viele Menschen einander weh tun aus vielen Gründen die Gleichgültigkeit war erschreckend. Ich sah viele Menschen lauthals lachen ob dem Leid anderer Die Grobheit war erschreckend. Ich sah viele Menschen für sich schauend, Neid und Missgunst fühlend Der Hass in Ihren Augen war erschreckend.   Dem Schrecken folgte Traurigkeit. Was ist aus Euch geworden? wohin wollt Ihr denn gehen? Was wollt Ihr so erreichen?   Ich mache euch keinen Vorwurf – ihr werdet es selber lernen müssen ich habe Geduld! by chipmunk  1987

Der rote Eicher - Begegnungen

08:56:41 29.05.2015 gepostet von Administrator um 08:56:41 29.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags chipmunk
Der rote Eicher Es ist früh am Morgen und ich kann, wie so oft, nicht schlafen. Ich setze mich auf die kleine Terrasse auf der Rückseite unserer  Mietwohnung. Es ist noch kühl in Hamburg, obwohl sich ein sonniger Tag ankündigt. Ich ziehe meine dicke Jacke an und geniesse die Ruhe und die friedliche Stimmung des langsam erwachenden  Morgens. Der kleine Hinterhof liegt rückseitig der Häuserreihe an der Isestrasse in Hamburg. Viele dieser Reihenhäuser haben so einen kleinen Garten, der den Bewohnern den Eindruck einer grünen Insel, eines kleinen Paradieses vermittelt. Unsere Wohnung liegt im Parterre eines solchen Reihenhauses. Die Terrasse hat eine Treppe mit vier Stufen, über die man auf die gut gepflegte Rasenfläche gelangen …
Kategorien: Freude und Frust - Geschichten
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Das Glück - Aphorismen

20:20:39 28.05.2015 gepostet von Administrator um 20:20:39 28.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Johann Wolfgang Goethe
Das Glück Daß Glück ihm günstig sei, was hilft's dem Stöffel? Denn regnet's Brei, fehlt ihm der Löffel. ~~~~~ Welch Glück geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch ein Glück! ~~~~~ Ach! zum Erdenglück geboren, Hoher Ahnen, großer Kraft, Leider früh dir selbst verloren, Jugendblüte weggerafft! Scharfer Blick, die Welt zu schauen, Mitsinn jedem Herzensdrang, Liebesglut der besten Frauen Und ein eigenster Gesang. aus Goethes Faust ... ~~~~~   Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), deutscher Dichter der Klassik,

Die Selbstkritik

15:04:19 27.05.2015 gepostet von Administrator um 15:04:19 27.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Wilhelm Busch
  Die Selbstkritik hat viel für Die Selbstkritik hat viel für sich. Gesetzt den Fall, ich tadle mich: So hab ich erstens den Gewinn, Dass ich so hübsch bescheiden Zum zweiten denken sich die Leut, Der Mann ist lauter Redlichkeit; Auch schnapp ich drittens diesen Bissen Vorweg den andern Kritiküssen; Und viertens hoff ich außerdem …
Kategorien: Von Rilke bis Wilhelm Busch... Gedichte
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Max und Armin - Begegnungen

14:17:35 26.05.2015 gepostet von Administrator um 14:17:35 26.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags chipmunk
Max und Armin Ich wohnte zu jener Zeit in Wettingen im alten Dorfteil, in einer Zweizimmerwohnung einer uralten Liegenschaft. Das Bauernhaus gehörte der Gemeinde und war als Baureserve für die Erweiterung des angrenzenden "Arbeitszentrum für behinderte Menschen" gedacht. Aus diesem Grunde investierte die Kommune keinen Franken in Unterhalt und Renovation des Gebäudes. Dies war mir sehr recht, waren doch Miete und Nebenkosten niedrig. Ich hatte allerlei Freiheiten für Aus- und Umbauten nach meinen Ideen. Die unmittelbare Nachbarschaft zum Arbeitszentrum ARWO stellte für mich kein Problem dar, im Gegenteil. Einige seltsame und manch bereichernde Begegnungen erfuhr ich in diesen Jahren. Den ersten Kontakt mit einem mongoloiden jungen Mann hatte …
Kategorien: Freude und Frust - Geschichten
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Rosa und Martin - Begegnungen

12:18:38 26.05.2015 gepostet von Administrator um 12:18:38 26.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags chipmunk
Der Umzug Die Arbeit bei Manfred sorgte für manch eigenartige Episode in meiner Karriere als Zügelmann. Eines Morgens kündigte der Chef an, dass wir heute einen speziellen Umzug durchzuführen hätten. Dafür würde uns eine Dame aus dem Sozialamt der Gemeinde Wettingen begleiten. Die Hintergründe dieser Aktion wurden mir alsbald eröffnet. In einzelnen Fällen konnte es vorkommen, dass das Sozialamt es einem jungen Paar unter Betreuung gestattete zusammenzuziehen. Das Spezielle daran war, dass sowohl Martin als auch Rosa eine leichte geistige Behinderung aufwiesen. Es war aber offensichtlich der sehnlichste Wunsch der beiden jungen Menschen, einen gemeinsamen Haushalt zu führen. Auch das Eheleben als Mann und Frau wollten sie selbst…
Kategorien: Freude und Frust - Geschichten
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Der Mut

10:05:29 25.05.2015 gepostet von Administrator um 10:05:29 25.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags chipmunk
Der Mut Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Es ist viel mehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst, dass diese überwunden sein muss. Dabei wird sie eher grösser als weniger. irgendwo gehört

Herr Müller hält einen Vortrag - oder der Tanz der Stühle

16:02:27 24.05.2015 gepostet von Administrator um 16:02:27 24.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Chipmunk
Herr Müller hält einen Vortrag – oder der Tanz der Stühle Wir haben eine Führung in der Kunsthalle  Hamburg gebucht. Max Beckmann steht auf dem Programm, seine Stillleben.  Nach der Vernissage am Vorabend sind wir sehr gespannt und stehen voller Erwartung in der Kunsthalle im Foyer. Man hat uns den Herrn Müller als Führer versprochen, eine Koryphäe seines Berufsstandes. Herr Müller erscheint mit einigen Minuten Verspätung, eine schmächtige Person, grauhaarig mit gelben Schuhen, blauer Hose und lindgrünem Kittel. Seine Erscheinung ist keineswegs imposant trotz einer geschätzten Körpergrösse von mindestens zwei Metern. Die Kleidung etwas ungepflegt, begleitet von einem riesigen …
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Es sitzt ein Vogel auf dem Leim

15:48:02 24.05.2015 gepostet von Administrator um 15:48:02 24.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Wilhelm Busch
Es sitzt ein Vogel auf dem Leim Es sitzt ein Vogel auf dem Leim, Er flattert sehr und kann nicht heim. Ein schwarzer Kater schleicht herzu, Die Krallen scharf, die Augen gluh. Am Baum hinauf und immer höher Kommt er dem armen Vogel näher. Der Vogel denkt: Weil das so ist Und weil mich doch der Kater frißt, So will ich keine Zeit verlieren, Will noch ein wenig quinquilieren Und lustig pfeifen wie zuvor. Der Vogel, scheint mir, hat Humor. Wilhelm Busch Aus der Sammlung Kritik des Herzens

An den Wein

15:39:40 24.05.2015 gepostet von Administrator um 15:39:40 24.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Gotthold Ephraim Lessing
An den Wein Wein, wenn ich dich itzo trinke, Wenn ich dich als Jüngling trinke, Sollst du mich in allen Sachen Dreist und klug, beherzt und weise, Mir zum Nutz, und dir zum Preise, Kurz, zu einem Alten machen. Wein, werd ich dich künftig trinken, Werd ich dich als Alter trinken, Sollst du mich geneigt zum Lachen, Unbesorgt für Tod und Lügen, Dir zum Ruhm, mir zum Vergnügen, Kurz, zu einem Jüngling machen. Gotthold Ephraim Lessing
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Der Kranke II

15:29:04 24.05.2015 gepostet von Administrator um 15:29:04 24.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Josef von Eichendorff
Der Kranke II Soll ich dich denn nun verlassen, Erde, heitres Vaterhaus? Herzlich Lieben, mutig Hassen, Ist denn alles, alles aus? Vor dem Fenster durch die Linden Spielt es wie ein linder Gruß, Lüfte, wollt ihr mir verkünden, Daß ich bald hinunter muß? – Liebe, ferne, blaue Hügel, Stiller Fluß im Talesgrün, Ach, wie oft wünscht ich mir Flügel, Über euch hinwegzuziehn! Da sich jetzt die Flügel dehnen Schau ich in mich selbst zurück, Und ein unbeschreiblich Sehnen Zieht mich zu der Welt zurück. Joseph Freiherr von Eichendorff Aus der Sammlung Geistliche Gedichte
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Der Einsiedler

15:26:50 24.05.2015 gepostet von Administrator um 15:26:50 24.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Josef von Eichendorff
Der Einsiedler Komm, Trost der Welt, du stille Nacht Wie steigst du von den Bergen sacht, Die Lüfte alle schlafen, Ein Schiffer nur noch, wandermüd, Singt übers Meer sein Abendlied Zu Gottes Lob im Hafen. Die Jahre wie die Wolken gehn Und lassen mich hier einsam stehn, Die Welt hat mich vergessen, Da tratst du wunderbar zu mir, Wenn ich beim Waldesrauschen hier Gedankenvoll gesessen. O Trost der Welt, du stille Nacht! Der Tag hat mich so müd gemacht, Das weite Meer schon dunkelt, Laß ausruhn mich von Lust und Not, Bis daß das ew'ge Morgenrot Den stillen Wald durchfunkelt. Joseph Freiherr von Eichendorff Aus der Sammlung Geistliche Gedichte
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John Maynard

19:48:24 23.05.2015 gepostet von Administrator um 19:48:24 23.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Theodor Fontane
John Maynard "Wer ist John Maynard?" "John Maynard war unser Steuermann, Aushielt er, bis er das Ufer gewann, Er hat uns gerettet, er trägt die Kron, Er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn. John Maynard."   Die "Schwalbe" fliegt über den Eriesee  Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee; Von Detroit fliegt sie nach Buffalo Die Herzen aber sind frei und froh, Und die Passagiere mit Kindern und Fraun Im Dämmerlicht schon das Ufer schaun, Und plaudernd an John Maynard heran Tritt alles: "Wie weit noch, Steuermann?" Der schaut nach vorn und schaut in die Rund: "Noch dreißig Minuten ... halbe Stund." Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei Da klingt's aus …
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Die Stadt

19:44:02 23.05.2015 gepostet von Administrator um 19:44:02 23.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Theodor Storm
Die Stadt Am grauen Strand, am grauen Meer Und seitab liegt die Stadt; Der Nebel drückt die Dächer schwer, Und durch die Stille braust das Meer Eintönig um die Stadt. Es rauscht kein Wald, es schlägt im Mai Kein Vogel ohn Unterlaß; Die Wandergans mit hartem Schrei Nur fliegt in Herbstesnacht vorbei, Am Strande weht das Gras. Doch hängt mein ganzes Herz an dir, Du graue Stadt am Meer; Der Jugend Zauber für und für Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir, Du graue Stadt am Meer. Theodor Storm
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Es ist, was es ist

22:03:23 22.05.2015 gepostet von Administrator um 22:03:23 22.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Erich Fried
Was es ist   Es ist Unsinn sagt die Vernunft Es ist was es ist sagt die Liebe   Es ist Unglück sagt die Berechnung Es ist nichts als Schmerz sagt die Angst Es ist aussichtslos sagt die Einsicht Es ist was es ist sagt die Liebe   Es ist lächerlich sagt der Stolz Es ist leichtsinnig sagt die Vorsicht Es ist unmöglich sagt die Erfahrung Es ist was es ist sagt die Liebe         Erich Fried
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Als Mahl begann's

18:17:23 22.05.2015 gepostet von Administrator um 18:17:23 22.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Rainer Maria Rilke
Als Mahl begann's   Als Mahl begann's. Und ist ein Fest geworden, kaum weiß man wie. Die hohen Flammen flackten, die Stimmen schwirrten, wirre Lieder klirrten aus Glas und Glanz, und endlich aus den reifgewordnen Takten entsprang der Tanz. Und alle riss er hin. Das war ein Wellenschlagen in den Sälen, ein Sich-Begegnen und ein Sich-Erwählen, ein Abschiednehmen und ein Wiederfinden, ein Glanzgenießen und ein Lichterblinden und ein Sich-Wiegen in den Sommerwinden, die in den Kleidern warmer Frauen sind.  Aus dunklem Wein und tausend Rosen rinnt die Stunde rauschend in den Traum der Nacht. Rainer Maria Rilke Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke  
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Du musst das Leben nicht verstehen

18:08:59 22.05.2015 gepostet von Administrator um 18:08:59 22.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Rainer Maria Rilke
Du musst das Leben nicht verstehen Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest. Und lass dir jeden Tag geschehen so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen sich viele Blüten schenken lässt. Sie aufzusammeln und zu sparen, das kommt dem Kind nicht in den Sinn. Es löst sie leise aus den Haaren, drin sie so gern gefangen waren, und hält den lieben jungen Jahren nach neuen seine Hände hin. Rainer Maria Rilke,  1898
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Karli und Martha - Begegnungen

16:56:46 22.05.2015 gepostet von Administrator um 16:56:46 22.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Chipmunk
Karli und Martha Vor vielen Jahren arbeitete ich als Spediteur in einer Wettinger  Firma. Der Chef, Manfred, hatte mich als Aushilfskraft für allerlei Transporte und Umzüge eingestellt. Anfangs war ich lediglich Helfer für den Chauffeur Giuseppe. Hin und wieder fuhr auch Manfred selber und er mochte einfach die schweren Harasse nicht selber in den Keller tragen. Mit der Zeit bekam ich meinen eigenen Lieferwagen und fuhr Getränke zu den Restaurants, erledigte kleinere Umzüge und genoss das Vertrauen von Manfred und meine Freiheiten in vollen Zügen. Ein unbeschwertes Leben. An einem Montagabend im April, die Getränke waren alle geliefert, das Leergut sauber im Hof gestapelt, kam Manfred zu mir und lud mich zu einem Abendschoppen ein. Bei einem …
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Die Tasse

12:28:52 22.05.2015 gepostet von Administrator um 12:28:52 22.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Chipmunk
Die Tasse - Frust und Freude Es gab da eine stolze Tasse die wollte über eine Strasse da kam ein LKW daher - seither gibt's die Tass' nicht mehr Es suchte dann die Untertasse und sie tat das nicht zum Spasse mit Elan nach Daseins-Grunde fand keinen bis zur jetzt'gen Stunde Dies stürtzte sie in grosse Nöte was ist's was ihr das Leben böte als Daseins-Zweck in dieser Welt? was wär's, was für sie jetzt noch zählt? Weit und breit war nichts zu finden ihren Schmerz und Frust zu lindern Traurig quert auch sie die Strassen hofft, könnt' so ihr Leben lassen Aber nichts da, sagt der Zufall gebraucht wirst du in jedem Fall - als Untersetzer für ne Pflanze strahlt sie jetzt in neuem Glanze by chipmunk

Fragmente

11:31:25 22.05.2015 gepostet von Administrator um 11:31:25 22.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Chipmunk
Fragmente - ein Versuch des Selbstverständnisses Ratio, Emotio, Physis, Psyche, Persönlichkeit, Intellekt, Geist, und die Bauchwesensheit Die  Schlacht hat längst begonnen. Sie dauert bereits einige Zeit, Wochen, Augenblicke, Monate, Unendlichkeiten. Ratio gegen „den Rest der Welt“. Ratio ist erfolgreicher, scheint der Emotio überlegen. Merkt nicht, dass mit dem Gewinnen der Schlacht, und es ist eine „ blutige“ Schlacht, dieselbe zugleich verloren geht. Ratio hat viele Kampfmethoden. Sie hat Strategie, sie zerbricht meine Antennen, sperrt die Sensitivität ein und bringt die Sensibilität um. Sie nebelt den Geist ein, entzieht ihm die Nahrung, und trennt die Sinne voneinander. Sie legt die interne und die externe Kommunika…

Der Chirurg - ein unvergesslicher Abend...

11:30:17 22.05.2015 gepostet von Administrator um 11:30:17 22.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Chipmunk
Der Chirurg - ein unvergesslicher Abend … Viele Menschen erleben schwierige Zeiten in ihrem Leben. Diese Geschichte handelt von so einem Menschen. Begegnet bin ich ihm im Sommer 1976 in Wettingen in einer Bar. Der Anlass war ein Sommernachtsfest des Lehrerseminares zum 950 Jahre Jubiläum des Klosters Wettingen, im Kloster Maria Meerstern (Maris Stella, eine Zisterzienser Abtei) . Das Kloster beheimatete zu jener Zeit das Internat und die Schule des Lehrerseminars Wettingen. Ich besuchte diese Institution von 1972 bis 1976 mit wenig Begeisterung. Das SONAFE 1976 wurde zu diesem Anlass mit einem gigantischen Aufwand, einem Jahrhundertanlass gleich, geplant und durchgeführt. Viele Ausstellungen, Konzerte und Vorträge fanden an jenem Wochenende statt.…

Deutschstunden - des einen Freud, des andern Leid

10:51:38 12.05.2015 gepostet von Administrator um 10:51:38 12.05.2015  |   0 Kommentare 
Tags Chipmunk
Ich besuchte in jenen Jahren das Lehrerseminar in Wettingen mit viel Widerwillen. Schulisch gehörte ich zu den wenig interessierten Schülern. Ich zog es vor, mich in den Bergen umherzutreiben, oder einer meiner anderen Passionen nachzugehen. Deren gab es viele. Ich las gerne, schnitzte und zeichnete, und interessierte fürs Fliegen und für die Wissenschaft der Chemie. Ich zog ernsthaft in Betracht nach dem Seminar ein Chemiestudium zu beginnen. Zunächst aber schlug ich mich mit den langweiligen Schulstunden meines Stundenplans in der Klosterschule herum. Besonders anstrengend waren die Lektionen in Deutsch.   Unser Lehrer war Herr Bürgi. Mit seinen vergilbten Manuskripten, kurz vor der Pensionierung stehend war er für Deutsch und Geschicht…
Kategorien: Freude und Frust - Geschichten
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